23.08.2026

Er hat es wieder getan – Helmut Conrad wird dreifacher Weltmeister bei der Senioren-WM in Polen

von Stefan Buhler

Die WMOC fand dieses Jahr vom 8.-14. August 2026 in Ostpolen rund um die Örtchen Rzeszow und Przeworsk statt. Eine kleine Delegation von 5 TU-Olern (+ Erika Conrad als Betreuerin) wagte die Herausforderung und die 6-stündige Reise und vertrat unseren Verein bei dieser Senioren-WM.
Und das mit Erfolg! Helmut schaffte Historisches: Er gewann Sprint, Mittel und Langstrecke und somit das Maximum von 3 Titeln, was er nach eigenen Angaben vorher noch nie geschafft hatte. Im Sprint und auf der Mitteldistanz gelang dies mit dem denkbar knappen Vorsprung von 6 Sekunden auf den zweiten Platz.
Die anderen TU-OLer waren zwar nicht ganz so erfolgreich, aber weitestgehend zufrieden mit ihren Läufen. Birgit Buhler erreichte im Sprint, sowie auf der Langstrecke das A-Finale, Torsten Mättig, Michael und Stefan Buhler erreichten in allen 3 Läufen das B-Finale.
War die Sprint-Qualifikation in Przeworsk noch geprägt durch eine unregelmäßige Stadtstruktur, einen kleinen Park und sehr hohe Postendichte, erhöhte sich der Anspruch im Sprintfinale in Rzeszow durch viele künstliche Sperren noch einmal zusätzlich.
Die Waldqualifikation sowie das Mittel-Finale hatten ihr Wettkampfzentrum auf einer riesigen Wiese mitten im Wald (ohne Handyempfang) in der Nähe des Städtchens Kosina. Der Qualifikationslauf zeichnete sich durch eine sehr unterschiedliche Geländestruktur mit vielen Dickichten, skandinavisch anmutenden, offenen Wäldern, einzelnen Höhenzügen, aber auch Sumpf- und Seenlandschaft aus. Es war sowohl entfernungs- als auch laufzeitmäßig der längste OL der WM (bei der H35 als längste Strecke ca. 10km Luftlinie).
Das Mittel-Finale kennzeichneten viele eng stehende Posten, zu Beginn ging es durch offenen, leicht bergigen Wald, im zweiten Teil durch grünere Gebiete und hohe Wiesen.
Zum Abschluss der WMOC forderte das Langfinale mit vielen Höhenmetern, vielen (meist ausgetrockneten) Bachläufen, sowie einem Wechsel aus gut belaufbarem Wald und dichtem Dickicht alle Kraftreserven der Wettkämpfer.
Hier bewies Helmut seine konditionelle Stärke, überholte, als Letzter gestartet, zahlreiche Konkurrenten schon während des Laufes und gewann seine Altersklasse am Ende souverän.

Fazit:
Eine gut organisierte WMOC (mit nur kleineren Schwachpunkten) in einem landschaftlich schönen und abwechslungsreichen Gebiet mit sehr guten Bahnen.
Schade, dass nur so wenig deutsche Starter den Weg hierher fanden, zumal das polnische Essen in puncto Menge, Qualität und Preis unschlagbar ist 😉

PS:
Einen ausführlicheren Rückblick zu unseren Erlebnissen bei der WMOC werden TUOL-Mitglieder im TUMOL-Heft nachlesen können.


    Webseite WMOC Polen 2026